Beurteilungen, Zitate, Zahlen, humoristisches

„Entwickelt wurde die Homöopathie von dem deutschen Arzt Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755-1843)
Ausgangspunkt Hahnemanns war seine Verzweiflung über die Beliebigkeit in der Medizin. Sein Ziel war eine rationale, wissenschaftliche Medizin, eine Behandlungsmethode mit Heilungsgewissheit.
Entsprechend dem Geiste seiner Zeit, der Aufklärung, ging es Hahnemann sowohl in der Erforschung der Arzneien als auch in der Erforschung der Symptomatik der Patienten nur um das klar und deutlich mit menschlichen Sinnen Wahrnehmbare. Seine Erkenntnismethode war rein phänomenologisch, jedes Theoretisieren, jede Hypothesenbildung, alle Erklärungsversuche, alles, was über das sinnlich Erfahrbare hinaus ging, lehnte er ab. Es ging ihm um eine Schulung der Wahrnehmung und des Geistes, damit `das Wahrgenommene so richtig verstanden werde, als es wirklich ist´. (Hahnemann)
`Erkennbar, deutlich erkennbar muß das unsern Sinnen offen da liegen, was an jeder Krankheit hinwegzunehmen sey, um sie in Gesundheit zu verwandeln, und deutlich wahrnehmbar muß jede Arznei aussprechen, was sie zuverlässig heilen könne, ehe sie gegen Krankheit angewendet werde, wenn die Arzneikunst aufhören soll, ein leichtfertiges Würfelspiel um Menschenleben zu seyn, und anfangen soll, die gewisse Retterin aus Krankheiten zu werden.´ (Hahnemann)
Das Instrument Arzneimittelprüfung war die Antwort Hahnemanns auf die Beliebigkeit in der Medizin. Hiermit schuf er ein sicheres Fundament, ein zeitloses Werk. In den Symptomenreihen der Arzneimittelprüfungen zeigt sich, was die Arzneien hervorrufen und mit Sicherheit heilen können – nach dem bewährten Prinzip notwendiger Ähnlichkeit von Patienten- und Arzneimittelsymptomen. Diese Ähnlichkeitsbeziehung (`similia similibus curantur´) ist  Grundlage der Homöopathie, zweitrangig die Frage der Dosierung von Arzneien.“
Dres. Habich, K., J. Rohwer in: Gudjons aktuell, Stadtbergen 11/2009

„Für eine homöopathische Behandlung ist es ganz und gar von entscheidender Bedeutung, dass der Patient lernt, sich selbst zu beobachten und die richtigen Symptome zu nennen.“
Dr. med. Veronika Carstens, Internistin und Ehefrau des ehem. Bundespräsidenten Karl. Carstens, 1982 gründete das Ehepaar die Karl und Veronika Carstens Stiftung.

„Homöopathie ist eine Medizin, die in ihrer Modernität kaum zu übertreffen ist. Sie erfüllt die Forderungen nach Humanität, Exaktheit, Ganzheitlichkeit und Heilung.“
Dr. phil. Antje Vollmer, u.a. ehem. Vizepräsidentin des Bundestages

„Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt“.
Hahnemann

„Homöopathie…lehret, wie man bloß nach deutlichen Antworten der befragten Natur (= Arzneimittelprüfungen, Anm. d. Verf.) mit voraus zu bestimmender Gewißheit, Krankheiten schnell, sanft und dauerhaft in Gesundheit umwandeln könne“.
Hahnemann

„Die Homöopathie unterscheidet sich von der Schulmedizin durch die Verwendung einer präzisen Vorgehensweise in Diagnostik und Therapie.“
Dr. phil. Harris Livermore Coulter, nordamerikanischer Historiker

„Wer seinen Homöopathen hat, neigt nicht zum teuren Ärzte-Hopping mit Vielfachdiagnosen“.
taz, 14.5.2002

„Die Homöopathie heilt mehr Kranke als jede andere Behandlungsmethode, und sie ist jenseits allen Zweifels sicherer und ökonomischer….Homöopathie ist die modernste und durchdachteste Methode, um Kranke ökonomisch und gewaltlos zu behandeln. Die Regierung muss sie in unserem Land fördern und unterstützen. Genauso wie mein Prinzip der Gewaltlosigkeit niemals scheitern wird, enttäuscht auch die Homöopathie nie. Aber die Anhänger der Homöopathie könnten infolge falscher Anwendung der homöopathischen Prinzipien versagen. Dr. Hahnemann besaß einen genialen Geist und entwickelte eine Methode in der es keine Begrenzung gibt, um das menschliche Leben zu retten. Ich verneige mich in Ehrfurcht vor seinem Können und vor dem großartigen humanitären Werk, welches er schuf.“
Mahatma Gandhi, 1936

„Liebster Freund, während der letzten achtzehn Tage, d.h. seit meiner Ankunft in London, bin ich krank gewesen und habe so starken Schnupfen (mit Kopfschmerz, Athemnot und allen meinen schlimmen Symptomen), dass ich nicht aus den Hause gekommen bin. Der Arzt besucht mich täglich (ein Homöopath namens Mallan, derselbe, der meine schottischen Damen behandelt, der hier einen großen Ruf hat und mit meiner Nichte der Lady Gainsborough verheiratet ist). Es ist ihm gelungen, mich so weit herzustellen, dass ich gestern imstande war, an dem polnischen Concert und Ball theil zu nehmen.
Frédéric Chopin, 1848

„Wie könnten die Herren sich denn so oft rühmen, daß sie Tags 30, 40 Patienten besorgen könnten! Wieviel Zeit gehört nicht dazu, durch genaues Nachsuchen und Aufschlagen der Hülfsbücher auch nur für einen Kranken das dienliche Mittel ausfindig zu machen. Diese Zeit aber können sie sich unmöglich bei 30, 40 Patienten nehmen. Wie wären sie also im Stande für jeden etwas genau passendes ausfindig zu machen? Oder haben die Herren die reine Arzneimittellehre und alles, was von Arzneien in dem chronischen Krankheitsbuche etc. steht, so am Schnürchen im Kopfe, daß nach Erkundung der Umstände des Kranken, wozu ich nicht selten ½, ¾ Stunde brauche, stehenden Fußes ihnen sogleich das passende Mittel in den Sinn kömmt?“
Hahnemann

„The introduction of homeopathy forced the old school doctor to stir around and learn something of a rational nature about his business. You may honestly feel grateful that homeopathy survived the attempts of the allopaths to destroy it.
Mark Twain

„Wie soll besonders der homöopathische Arzt das ähnliche Mittel wählen, wenn seine Bibliothek nicht alle verfügbaren Mittel wählen, wenn seine Bibliothek nicht alle verfügbaren Arzneimittellehren und besten Repertorien derselben enthält? Bücher stellen den wahren Lebenssaft des Arztes dar. Wie oft schon war ich bekümmert und niedergeschlagen, wenn ich bei Kollegen auf eine Bibliothek stieß, die nicht einmal die Hälfte einer guten Werkzeugkiste eines Zimmermanns gekostet hatte.“
James B. Bell, MD, nordamerikanischer Homöopath, zit. n. Dr. med. K.-H. Gypser

Unter dem Namen „Homöopathie“ werden die verschiedensten Methoden und Ideen verstanden (und auch versteckt), sind aber ausnahmslos falsch, denn originär zur Homöopathie gehört nur die Verordnung einer Arznei durch Vergleich der Arzneiprüfungs-mit den Patientensymptomen. Also nur die Prinzipien: Arzneiprüfung am Gesunden und Anwendung am Patienten nach dem Simileprinzip. Alles andere wie Potenzieren usw. sind sekundäre Prinzipien.
Dr. med. Kurt-Hermann Illing, Ehemaliger Präsident der Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis (LMHI)

„Wähle…in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll!
Hahnemann

„Ich wollte daß Du kein eigensinniger kleinlicher Narr wärst und brauchtest ordentlich Homöopathie, statt Dich alle Jahre vom Fieber heimsuchen zu lassen.“
Bettina von Arnim, dtsch. Schriftstellerin, 1847

„…Unter diesen gefahrvollen Umständen gab ich mich mit vollem Vertrauen der alleinigen Behandlung meines homöopathischen Arztes, des k.u.k. Rates und Dirigierenden Stabsarztes Dr. med. Hartung hin….ich will, daß die Welt erfahre, welch lebhaftes Dankgefühl mich dem Manne verpflichtet, dem ich die Erhaltung meines Gesichtes und Lebens verdanke….“
Aus einem Brief von Brief von Feldmarschall Graf Radetzky, der von einem bösartigen Augentumor mit homöopathischen Mittel geheilt wurde, Mailand, 1841

RESOLUTION ON HOMOEOPATHY
– Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis
A. Homeopathy is a medical system and is defined by the application of the principles–the principle of similars  being the leading one–and procedures as described by its founder Samuel Hahnemann in his Organon of the Medical Art
Dr. med. Ulrich Fischer, ehem. Präsident der Liga Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis (LMHI)

„Von der Homöopathie hätten ihn aber seine Enkelkinder überzeugt: `Die hatten im Gebirge bei Serpentinenfahrt Übelkeit´, `wenn sie aber vorher diese Kügelchen bekamen, war das mit der Übelkeit vorbei.“
Prof. Dr. med. J.-D. Hoppe, ehem. Präsident der Bundesärztekammer, lt. `Spiegel´ Nov. 2010

„Homöopathie ist ein erfolgreicher und unverzichtbarer Bestandteil im Kanon der medizinischen Behandlungsmethoden. Deshalb ist es so wichtig, das Niveau dieser Heilkunst durch Qualitätsstandards und –kontrollen zu sichern.“
Dr. phil. Antje Vollmer, u.a. ehem. Vizepräsidentin des Bundestages

„Mit seiner aktuellen Titelgeschichte versucht der Spiegel, die Wissenschaft der Scharlatanerie als Homöopathie zu entlarven, bzw. umgekehrt. Die Zeitschrift beklagt die weltweite Durchsetzung homöopathischer Methoden durch Interessentenverbände: So versuche z.B. der Ölkonzern BP derzeit, die Meere der Welt in eine schwach potenzierte Variante von olium catastrophicum zu verwandeln; eine Arznei, die gegen Euphorie, Sorglosigkeit und umweltpolitische Hybris eingesetzt wird. Auch nutzten immer mehr Menschen die Steuervorteile der Homö-Ehe – obwohl diese darauf beruht, daß die Partner sich jeden Tag ein bißchen weniger sehen, bis die Ehe von zwei Single-Haushalten nicht mehr zu unterscheiden ist. Allerdings räumt der Spiegel ein, ebenfalls homöopathische Praktiken zu pflegen: Mit jeder Ausgabe werde der Anteil an neuen Erkenntnissen und relevanten Meinungen weiter verdünnt, um die Zeitschrift insgesamt wirkungsvoller zu machen. Mittlerweile hat der Spiegel das Potenzniveau D74 erreicht, bei dem nur noch ganz wenige bedeutungstragende Buchstaben auf einem Ozean des Unfugs schwimmen.“
Titanic-Magazin, 12.07.2010

„Besonders in der homöopathischen Theorie gibt man ein Mittel, das fähig ist, dieselbe Krankheit im gesunden Körper hervorzubringen. Durch dieses Gift, überhaupt etwas dem Organismus Widriges, was in ihn gebracht wird, geschieht es, dass diese Besonderheit, in der er gesetzt ist, für ihn etwas Äußerliches wird, während als Krankheit die Besonderheit noch eine Eigenschaft des Organismus selbst ist. Indem also die Arznei zwar dieselbe Besonderheit ist, aber mit dem Unterschiede, dass sie den Organismus jetzt mit seiner Bestimmtheit als einem Äußerlichen in Konflikt bringt, so wird die gesunde Kraft jetzt als eine nach außen tätige erzeugt und gezwungen, sich aufzuraffen.“
G.W.F. Hegel(1770-1831) „Naturphilosophie“

“Wenn man früher eine Party aufmischen wollte, musste man sagen, dass man Terrorosten versteckt oder seine Kinder schlägt. Heute genügt es, die Wirksamkeit der weißen Zuckerkügelchen anzuzweifeln, schon wird man von Anhängern der Hahnemann´schen Heilslehre verfolgt, als habe man eine Mohammed-Karikatur aufs Papstgewand gepinkelt.“
Fried, A. auf Cicero Online, Nov. 2012

“I want to cure. That is the only thing. If you cannot cure you can better go and sell bananas or do something else…Either you practice homoeopathy or you don´t.”
Dr. med. Alfons Geukens, Gründer und  Direktor des Clinical Training Center for Classical Homeopathy, Hechtel/Belgien

“Don´t theorize!“  – Und: etwa 2005,  in Anbetracht  der seit Mitte der 1990er Jahre unter Kollegen beliebten sogenannten `modernen Strömungen der Homöopathie´: „Die Homöopathen machen selber ganz alleine die Homöopathie kaputt.“
Dr. med. Alfons Geukens, Gründer und  Direktor des Clinical Training Center for Classical Homeopathy, Hechtel/Belgien

“I can´t manage without homeopathy. In fact, I never go anywhere without homeopathic remedies.”
Paul McCartney

„Nur ein Musiker versteht die Macht der Feinheit. Die mikroskopische kleine Abweichung in der Melodie verleiht der Musik das Leben, fehlt diese, bleibt die Musik tot. Ich bin überzeugt, dass das gleiche Prinzip auf die Homöopathie zutrifft… Die Homöopathie ist eines der wenigen Spezialgebiete der Medizin, das keine Nachteile, sondern nur Vorteile mit sich bringt.“
Yehudi Menuhin

„Um den Schluss ziehen zu können, dass Homöopathie einer klinischen Wirkung entbehrt, müssten mehr als 90% der vorhandenen klinischen Studien außer Acht gelassen werden. Alternativ müssten fehlerhafte statistische Methoden angewendet werden.“
Prof. R.G. Hahn, M.D., Ph.D. (Schweden): Homeopathy: Meta-Analyses of Pooled Clinical Data, 2013

„In der Homöopathie steht den Ärzten ein medizinisches System zur Verfügung, das in der Lage ist, akute und chronische Krankheiten weitgehend nebenwirkungsfrei zu heilen.“
Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin, 1993

„Was wollen Sie, liebe Marie? Ihre Briefe sind mir immer eine außerordentliche Freude und oft eine große Wohltat. Deshalb finde ich, daß Sie mir selten schreiben. Verzeihen Sie mir, daß ich so anspruchsvoll bin….Vielleicht werden Sie das Klima in London nicht vertragen, aber mir scheint, der Monat Juni muß hier erträglich sein. Heilen Sie schleunigst Ihr Bein, und fragen Sie Petros wegen Ihrer Behandlung im allgemeinen. Fragen Sie ihn auch, welcher Arzt Sie hier behandeln könnte. Haben Sie Hahnemann gesehen? Konsultieren Sie ihn doch.“
Friedrich Liszt an Gräfin Marie d´Agoult in Paris, Mai 1840

„Ein Kennzeichen der amerikanischen Homöopathie,…,die besondere Attraktivität für Frauen….besonders in den 1860er und 1870er Jahren strömten die Frauen, die eine medizinische Ausbildung und ein Examen anstrebten, in homöopathische Institute,  die, anders als die meisten anderen Fakultäten, für Männer und Frauen zugänglich waren. In den 1880er Jahren gehörten Frauen dem Lehrkörper der medizinischen Institute für Homöopathinnen in Cleveland und New York und den beiden Geschlechtern offen stehenden Instituten in Detroit und Boston an….Mit der Übersetzung von Hahnemanns Schriften ins Englische in den 1840er Jahren bekam die Homöopathie weitere amerikanische Anhänger. Einer ihrer eindrucksvollsten frühen Erfolge war die verbreitete Übernahme der homöopathischen Bezeichnung „Allopathie“ für die Schulmedizin. Ein noch stärkeres Mittel, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu gewinnen, war die Reaktion von Homöopathen auf verheerende Seuchen, vor allem auf die Cholera in den 1840er und das Gelbfieber in den 1850er Jahren….Die Homöopathen rühmten sich der Verwendung medizinischer Statistiken…um der Öffentlichkeit und der Ärzteschaft die Überlegenheit ihrer Heilmethode zu demonstrieren, und sie betonten den Wert der Aufzeichnungen nicht nur der einzelnen Ärzte, sondern der homöopathischen Ambulatorien und Krankenhäuser….In den 1850er Jahren wurden die Grenzen innerhalb der Ärzteschaft…deutlicher gezogen. Amerikanische Homöopathen sahen sich einer zunehmenden Feindschaft der „Schulmediziner“ gegenüber – ein Zeichen für ihre Beliebtheit in der Bevölkerung  und, wichtiger noch, für die ideologische und finanzielle Bedrohung, die sie für die traditionelle Medizin darstellten….Die Homöopathen entwickelten allmählich eine selbstbewußte Identität, bildeten auf lokaler und bundesstattlicher Ebene eigene medizinische Gesellschaften und gründeten 1844 einen Dachverband, das American Institute of Homoeopathy (AIH)….1898 gab es schließlich 9 Gesellschaften auf nationaler, 33 auf bundesstaatlicher und 85 auf lokaler Ebene, 140 Krankenhäuser und 57 Ambulatorien, 20 medizinische Institute und 31 Fachzeitschriften…“
Aus: Rogers, N., Ärzte, Patienten und Homöopathie in den USA. In: Dinges, M.: Weltgeschichte der Homöopathie, München 1996

„The greater the success obtained by homeopathy, the greater the repression directed toward homeopathic physicians and the more forcefully homeopathy was ridiculed and proscribed.”
Dr. A. Saine, aus einem Vortrag im Rahmen der Debatte`Homeopathy – Quackery or A Key to the Future of Medicine?´, University of Connecticut, 2007

1880 wurde von Hahnemannianern die International Hahnemannian Association (IHA)  gegründet, eine Vereinigung, die allergrößten Wert legte auf die Qualität von homöopathischer Behandlung. „Within two years, the Association grew from the original 16 to 81 members. Although membership never went much beyond 200 (215 members in 1930) the IHA survived to bring pure homoeopathy into the 20th century. It ceased operation in 1959, when its members, all now members of the AIH, voted to merge it with the Institute which, by this time, was once again in the hand of pure homoeopaths.”
Aus: Winston, J.: The Faces Of Homoeopathy. Tawa, New Zealand, 1999.

Re-activation of the International Hahnemannian Association (IHA).
The IHA regrouped between 1880 and 1959 the most successful homeopathic practitioners of that time and permitted the practice of genuine homeopathy to survive until today. It is likely that if the IHA had not existed we would not be practicing homeopathy today and it would only be remembered as folklore in the history of medicine. The situation in homeopathy today is the same as when the IHA was first founded, namely, many are professing to practice homeopathy but very few are able to practice it successfully. Some of the main objectives of the IHA are to unite the profession through a professional journal, to develop and keep active a website, to hold an annual conference, to support research projects, and to develop a teaching program preferably in an inpatient facility.
Dr. André Saine, Montreal

In Indien ist die Homöopathie seit 1973 den anderen Heilsystemen gleichgestellt und wir von staatlicher Seite uneingeschränkt unterstützt.

„Ich bin es müde, immer wieder neue Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie zu finden, wenn wir den eindeutigen Beweis – den geheilten Patient – mit eigenen Augen sehen. Das wäre so, als ob jemand einen Arzt riefe, um zu attestieren, das ich lebe, wenn ich doch selbst lebendig vor ihm stehe!
Leider kennen wir auch Homöopathen, welche in das Lager der Kritiker wechseln, nach „Beweisen“ verlangen und Methoden erfinden, die im Kontext der Homöopathie völlig ungeeignet sind. Sollen jene, welche an im Labor gefundenen wissenschaftlichen Beweisen interessiert sind, ruhig weiter danach suchen und diesem trügerischen Beweis nachjagen. Wir wünschen ihnen viel Erfolg dabei.
K.S. Srinivasan (Past Editor „Homoeopathy, the Modern Medicine“), Indien,  2007

„Wenn wir zu viel fragten, pflegte er zu sagen: `Sie müssen wissen, in der Physik gilt der Satz: Was ich nicht erklären kann, sehe ich als nicht vorhanden an.´ Das war natürlich beißende Ironie.  Trotzdem habe ich diesen Satz 50 Jahre später häufig zitiert, als es darum ging, der Homöopathie zum Durchbruch zu verhelfen.“
Prof. Dr. jur. Karl Carstens, ehem. Präsident des Deutschen Bundestages und ehem. Bundespräsident, über seinen Schullehrer

„In Bismarcks wundervollen Briefen an seine Braut und Gattin finden sich verschiedene Stellen, die bezeugen, daß der große Kanzler ein Freund der homöopathischen Heilmethode gewesen ist und seine Familie durch einen homöopathischen Arzt behandeln ließ.“
Homöopathische Monatsblätter, 1911

Zu den berühmtesten Patienten Pierre Schmidts (eines sehr bedeutenden schweizer homöopathischen Arztes) gehörten der polnische Pianist und Komponist I.J. Paderewski, der Dirigent Wilhelm Furtwängler, der erste Ministerpräsident Indiens Pandit Nehru, der Philosoph Krishnamurti…

„Ich will Ihnen nur sagen, dass ich Hahnemann für ein intuitives Genie halte, das man nach langer Verketzerung einmal anerkennen wird, wie man das größere Genie des Paracelsus erkannt hat, nachdem man ihn 3 Jahrhunderte lang als Scharlatan angesehen hatte. Sie müssen bei beiden von dem Beiwerk absehen und den Kern betrachten, den Kern einer Hülle, die phantastisch und sonderbar ist.
Prof. Dr. med. August Bier in einer Diskussion am 29.6.1925

„Die Homöopathie als eine Heilkunde, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachtet, sich dem Patienten selbst und nicht nur seinen Leiden zuwendet, erfüllt uns alle mit großwn Hoffnungen. Ihre einfache Anwendung und besonders ihre niedrigen Behandlungskosten eröffnen neue Möglichkeiten, die Reichweite öffentlciher Gesundheitsprogramme in sich entwickelnden Ländern wie Brasilien auszuweiten.“
Luiz Inácio Lula da Silva, Staatspräsident von Brasilien (2003-2011)

„Das Leben meiner geliebten Mutter ist nur noch eine Reihe von guten Werken. Sie behandelt die Kranken im Dorfe homöopathisch und hat schon wunderbare Kuren gemacht.“
Marie von Ebner-Eschenbach (österreichische Schriftstellerin, 1830-1916)

Göscher: Dr. Göscher. Ich bin Homöopath.
Mädi:      Das kenne ich. Die machen so kleine Portionen.
Joachim Ringelnatz, „Zusammenstoß“, 1931

„In der Kontroverse Homöopathie – Naturwissenschaft stehen zur Zeit die Ergebnisse der Erfahrung und des Experiments im Gegensatz zu den theoretischen Erkenntnisen der physikalischen Chemie.“ E i n e r  irrt: die Natur oder die Wissenschaft.“
Dr.med. H. Imhäuser in einem Artikel über Hochpotenzen in der kinderärztlichen Praxis, 1957

„Die Homöopathie, eine Elitemedizin, hat es nicht nötig, sich der Schulmedizin anzupassen. Sie sollte kühn dem Leitwort des Paracelsus folgen: Alterius non sit, qui suus esse potest.“ (Keines anderen Knecht sei, wer sein eigener Herr sein kann).
Dr. med. William Gutman, 1985. Gutman war österreichischer Arzt, mußte 1938 vor den Nazis fliehen, praktiziert und lehrte in New York Homöopathie, wurde  1965 President des American Institute of Homeopathy.

„Die Wissenschaft ist frei, und kein Staat hat das Recht, in das Reich der Wissens und des Geistes einzugreifen. Die Homöopathie als Wissenschaft und selbst als Lehre darf als keine Beschränkung erleiden“.
Dr. med. Christoph Wilhelm Hufeland, „Die Homöopathie“, 1831

„Mit der Reiseapotheke durchs wilde Kurdistan“
Lord David Lindsay und Kara Ben Nemsi, der Ich-Erzähler des Romans, reiten nach einem Besuch in Spandareh weiter und unterhalten sich darüber, was es eigentlich war, was man ihnen dort zu essen serviert hatte…
[Kara Ben Nemsi:] „Ja. Auch ich hielt es für eine Taube. Als ich mich aber erkundigte, hörte ich, daß es Fledermaus sei.“
[Lindsay:] „Fledermaus hat Häute!“
„Waren weggeschnitten“.
„Also wirklich wahr?“
„Wirklich.“
„Kein Scherz, kein Spaß?“
„Ernst!“
„Fürchterlich! Oh! Bekomme Kolik, Cholera, Typhus, oh!“
Er machte ein wirkliches Choleragesicht; ich mußte Erbarmen zeigen:
„Fühlt Ihr Euch unwohl, Sir?“
„Sehr! Yes!“
„Soll ich helfen?“
„Schnell! Womit?“
„Mit einem homöopathischen Mittel.“
„Habt Ihr eins? Mir ist wirklich übel! Armselig. Welches Mittel?“
„Similia Similibus.“
„Wieder Zoologe? Latein?“
„Ja. Latein ist es. Gleiches mit Gleichem“. Und zoologisch ist es auch, nämlich Heuschrecken.“
„Was! Heuschrecken?“
„Ja, Heuschrecken.“
„Gegen Übelsein? Soll ich essen?“
„Ihr sollt sie nicht essen, sondern Ihr habt sie bereits gegessen.“
„Habe bereits? Ich?“
„Ja.“
„Dulness ,Dummheit! Unmöglich! Wann?“
„Gestern Abend.“
„Ah! Erklärung!“
„Ihr sagtet vorhin, die Beefsteaks seien sehr gut gewesen.“
„Sehr! Ungeheuer gut! Well!“
„Es waren keine Beefsteaks.“
„Keine? Keine Beefsteaks! Bin Englishman! Waren welche!“
„Waren keine! Ich habe ja gefragt.“
„Was sonst?“
„Es waren in Olivenöl gebratene Heuschrecken. Wir Deutsche nennen diese delicaten Springer sogar zuweilen Heupferde.“
Karl May, „Durchs wilde Kurdistan“

„Die ganze Geschichte bedeute nicht mehr und nicht weniger als den endlichen Triumph eines neuen Prinzips, erst von der Viehpraxis her datiere der nicht mehr anzuzweifelnde Sieg der Homöopathie. Bis dahin seien die Quacksalber alten Stils nicht müde geworden, von der Macht der Einbildung zu sprechen, was natürlich heißen sollte, dass die Streukügelchen nicht als solche heilten; eine schleswigsche Kuh aber sei, Gott sei Dank, frei von Einbildungen, und wenn sie gesund würde, so würde sie gesund durch das Mittel und nicht durch den Glauben.“
Theodor Fontane

„Ob wir von der klinischen Seite kamen, oder von der Seite des Arzneimittels, wir stießen gleichermaßen auf das Großartige der homöopathischen Konzeption: die Homöopathie führt immer zum Ganzen, das allein der Wirklichkeit entspricht.“
Dr. med. Max Otto Bruker (ehem. Chefarzt Kliniken Bad Salzuflen und Lahnstein)

„Mit der Homöopathie kann das Leben mit 60 erst richtig beginnen!“
Elisabeth Wright Hubbard, MD, nordamerikanische Ärztin/Homöopathin, San Francisco 1959

„Homöopathie steht in Indien in sehr hohem Ansehen und wird von der Regierung gefördert. Die Inder verstehen nicht, dass diese geniale Heilmethode, deren Begründer der Leipziger Arzt Dr. Samuel Hahnemann war, an den deutschen Universitäten kaum gelehrt wird und noch dazu viele Gegner hat.“
Prof. Dr. jur. Karl Carstens, ehem. Präsident des Deutschen Bundestages und ehem. Bundespräsident, Ehemann von Dr. med. V. Carstens

Zeugnis Friedrich Hebbels für die Homöopathie:
Hebbel (1813-1863) war mit seiner Frau nach Weimar gereist zur Aufführung des dritten Teils der Nibelungen. Er schreibt in seinem Tagebuch:
„Übrigens war auch die Wirkung des dritten Teils der Nibelungen außerordentlich und die Leistung meiner Frau gewaltig. Aber welche Angst vorher! Infolge des Wiener Ärgers reiste sie krank ab und kam krank in Weimar an. Den Tag vor der Vorstellung eine Heiserkeit, die alles in Frage stellte. Wunderkur eines Homöopathen!“
Leipziger Populäre Zeitschrift für Homöopathie, 1929

„Professor Edzard Ernst gilt als einer der renommiertesten Forscher im Bereich der Komplementärmedizin in Europa. Gerne wird er vom Handelsblatt oder Stern zitiert. Dies mag damit zusammenhängen, dass er klare Ansichten hat und sich nicht davor scheut, diese auch plakativ zu formulieren: „Ich leite den weltweit einzigen Lehrstuhl für die Erforschung der Komplementärmedizin und untersuche die Homöopathie nach wissenschaftlichen Kriterien. Bisher habe ich leider herzlich wenige Hinweise gefunden, dass Homöopathie mehr wirkt als Placebo.“ (Welt am Sonntag, April 2005) Dieser Satz erscheint in fast jedem Ernst-Interview.
In den letzten Jahren hat er sich vor allem als Autor (Gesund ohne Pillen, Hanser Verlag 2009) oder Gutachter (Die andere Medizin, Stiftung Warentest 2005) populärwissenschaftlicher Bücher einen Namen gemacht. Aber auch für den kürzlich veröffentlichten Bericht des Ausschusses für Wissenschaft und Technologie im Britischen Unterhaus waren die Aussagen von Edzard Ernst grundlegend. In dem Bericht wurde gefordert, die homöopathische Behandlung nicht mehr über den staatlichen Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS) anzubieten und homöopathische Mittel nicht mehr als Arzneimittel zuzulassen.
In den Medien wird häufig der Eindruck erweckt, Edzard Ernst sei die Stimme der Komplementärmedizin-Forschung. Genährt wird der Mythos Edzard Ernst auch dadurch, dass sich hier ein homöopathischer Arzt zum Kritiker gewandelt hat. In dem Buch Gesund ohne Pillen, das Edzard Ernst als Autor mit verantwortet, schreibt Co-Autor Singh: „Der eine von uns, Edzard Ernst, ist ein Insider, der viele Jahre lang als Arzt tätig war und dabei auch manch alternatives Heilverfahren angewandthat.“ Dieses Bild wird immer wieder bedient. In der Welt am Sonntag vom 10. April 2005 sagt Ernst im Interview „… als Arzt und ausgebildeter Homöopath habe ich früher auch gelegentlich homöopathisch behandelt. Mit wechselndem Erfolg.“ Und in einem Interview der Technology Review vom 23. Juli 2008 heißt es: „Von der Homöopathie war ich als Kliniker ja mal ganz beeindruckt. “Von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Paramedizin (GWUP) und von Autoren des ScienceBlogs wird das zu der Aussage verdichtet: „… Prof. Edzard Ernst (hat) selbst lange Homöopathie und andere Methoden praktiziert, bevor er die erste Professur für Komplementärmedizin bekam und seitdem diese Methoden den erbarmungslosen Methoden der Medizin unterzieht.“
Diese Geschichte von der Wandlung vom Saulus zum Paulus macht Ernst für Medien interessant. Wer als überzeugter Insider durch einen Blickwechsel zum Kritiker wird, muss glaubwürdig sein. Diese Wandlung hat unsere Neugier hervorgerufen. Die Beispiele, dass ein Arzt, der selbst Erfahrung in der Homöopathie gesammelt hat, sich enttäuscht davon abwendet, sind ansonsten eher dünn gesät. Wir haben daher mit Professor Edzard Ernst ein Interview geführt; dafür, dass er bereit war, sich darauf einzulassen, gebührt ihm Respekt.
Das Interview:
Eine homöopathische Behandlung beruht auf anderen Spielregeln als eine konventionelle Behandlung. Sie zielt nicht auf eine genau definierte Wirkung eines Arzneimittels, sondern auf einen Behandlungseffekt – Sehen Sie darin eine Differenz? Resultieren aus dieser Differenz für Sie andere Forschungs- und Studienkonzepte?
Ernst: In klinischen Studien prüft man meist nicht eine „genau definierte Wirkung eines Arzneimittels“, sondern den klinischen Behandlungseffekt. Daher resultiert daraus nicht unbedingt ein anderes Forschungs- oder Studienkonzept.
Was halten Sie von dem Studienkonzept von Heiner Frei zu Behandlung von ADHS?
Ernst: Ein interessanter Ansatz. Eine unabhängige Überprüfung der Ergebnisse wäre wünschenswert.
Was halten Sie von der Doppelblindprüfung von Möllinger et al. mit verschiedenen Arzneimitteln gegeneinander, mit spezifischem Ergebnis? – Gibt es Gründe, warum hier ein signifikanter Unterschied herauskam, im Gegensatz zu Prüfungen gegen Placebo?
Ernst: Homöopathische Arzneimittelsprüfungen sind keine klinischen Studien zur Überprüfung einer klinischen Wirksamkeit am Patienten. Für die Frage, ob Homöopathika Kranken mehr als Placebos helfen, sind sie daher nicht bedeutsam.
Wenn eine Methode gegen Diarrhoen wirkt und nicht gegen Muskelkater, ist sie dann nicht trotzdem wirksam – stellt das nicht Metaanalysen mit gemischten Indikationen infrage?
Ernst: Meta-Analysen mit gemischten Indikationen haben sicherlich ihre Grenzen. Sie untersuchen eher prinzipielle als spezifische Fragen.
Wie beurteilen Sie die Anfälligkeit von Metaanalysen gegen Manipulation der Aufnahmekriterien?
Ernst: Eine ordentliche Meta-Analyse sollte auf einem Protokoll beruhen, an dem dann post hoc nicht mehr manipuliert werden sollte.
Kennen Sie die Arbeiten von Kienle zur Cognition Based Medicine? Das ist ja ein Versuch, qualitative Methoden in die Evaluation einzuführen? Was denken Sie darüber?
Ernst: Ich sehe nicht, dass die ‚Cognition-Based Medicine’ Einzug in die Medizin gefunden hat. Ich meine, wir sollten uns in der Komplementärmedizin denjenigen Standards anschließen, die allgemein akzeptiert sind.
Sehen Sie grundsätzliche Probleme von Doppelblindstudien bei individualisierten Methoden?
Ernst: Nein
Welche Forschung betreiben Sie an Ihrem Lehrstuhl?
Ernst: Wir beforschen in erster Linie die Wirksamkeit und die Sicherheit komplementärmedizinischer Methoden. Wir haben rund 30 klinische Studien und über 100 systematische Reviews publiziert
(http://sites.pcmd.ac.uk/compmed/research.html).
Sind sie grundsätzlich der Meinung, dass jemand, der Komplementärmedizin erforscht, wenigstens eine dieser Methoden auch erlernt und ausgeübt haben sollte?
Ernst: Ja, zumindest sollte eine Person im Forschungsteam die notwendigen Kenntnisse aufweisen.
Haben Sie die ärztliche Zusatzbezeichnung Homöopathie?
Ernst: Ich habe die Voraussetzungen dafür erworben, mich aber nie um den Titel beworben.
Ist es richtig, dass Sie die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ nicht erworben haben, aber ärztliche Weiterbildungskurse „Homöopathie“ belegt haben. Wenn ja, welche (A bis F Kurse)?
Ernst: Kurse habe ich keine absolviert.
Haben Sie eine andere Methode der Komplementärmedizin erlernt?
Ernst: Ich habe u.a. Homöopathie, Phytotherapie, Massage, manuelle Medizin, Akupunktur und autogenes Training erlernt.
Wo konnten Sie eigene Erfahrungen in der Ausübung der Homöopathie sammeln und in welchem Umfang?
Ernst: Ich habe nach meinem Staatsexamen im Münchner Krankenhaus für Naturheilweisen unter Dr. Zimmermann gearbeitet. Danach habe ich mich im Zuge meiner Ausbildung zum Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation mit einigen komplementärmedizinischen Methoden auseinandergesetzt. Seit 17 Jahren leite ich ein Team von etwa 15 Forschern mit den unterschiedlichsten Fachkenntnissen.
Ist es richtig, dass Sie im Krankenhaus für Naturheilweisen ein halbes Jahr gearbeitet haben?
Ernst: Ich bin mir nicht mehr sicher, wie lange ich im Krankenhaus für Naturheilweisen gearbeitet habe, das ist eine Weile her!
Curt Kösters, 1. Vorsitzender des DZVhÄ kommentiert die Aussagen von Prof. Edzard Ernst:
Hat Edzard Ernst eine homöopathische Ausbildung?
Im Gegensatz zu seinen wiederholten Aussagen ist Edzard Ernst kein ausgebildeter Homöopath und hat auch nicht die Voraussetzungen für die Zusatzbezeichnung Homöopathie erworben. Im Interview mit dem Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) wird klar, dass er keine Weiterbildungskurse Homöopathie belegt hat und somit die Voraussetzungen für die Zusatzbezeichnung Homöopathie nicht erfüllt hat. Und die ärztliche Praxis im Bereich Komplementärmedizin? Ernst hat nach dem Staatsexamen lediglich ein halbes Jahr als Assistenzarzt im Münchner Krankenhaus für Naturheilweisen gearbeitet, „dann wechselte ich ins Labor und wurde Forscher, und das hat meinen Blick schon deutlich verändert“, erzählte er dem Stern im März 2009. So deutlich sagt Edzard Ernst selten, dass er eine eher marginale therapeutische Erfahrung besitzt. Im DZVhÄ Interview konnte er sich nicht mehr an die Dauer seiner ärztlichen Tätigkeit erinnern. Über Ausbildungen in „Phytotherapie, Massage, manuelle Medizin, Akupunktur und autogenem Training“ können wir nur mutmaßen.
Wie steht es um die Forschungskompetenz?
Verblüfft hat uns die erste Antwort von Prof. Ernst auf unsere Interview-Anfrage: „Ich habe gerade die Fragen gelesen. Falls sie Antworten zu derart spezifischen Fragen haben wollen, bitte ich um Nennung der jeweiligen Publikationen, auf die sie sich beziehen.“ Dem führenden Forscher sind also wesentliche Arbeiten, die in seinem eigenen Arbeitsgebiet in den letzten Jahren erschienen sind, offenbar nicht geläufig. Wir haben ihm die Quellen dann gerne genannt, darunter eine Zeitschrift, in deren wissenschaftlichen Beirat niemand anders als Professor Edzard Ernst sitzt. Etwas lapidar war dann ebenfalls seine Antwort auf die zugegeben komplexen Fragen. Sicherlich ist es zutreffend, dass eine homöopathische Arzneimittelprüfung nicht die Frage nach der klinischen Wirksamkeit beantwortet. Ob die Wirkung eines homöopathischen Mittels sich von der Placebo-Wirkung unterscheiden lässt, beantwortet diese Studie aber sehr wohl. Auch die Antwort auf die Frage nach den Meta-analysen, die ja eine implizite Kritik an der bekannten Publikation von Shang et al. enthält, ist eher dünn. Professor Edzard Ernsts Karriere als Wissenschaftler ist eng mit dem Lehrstuhl für die Erforschung der Komplementärmedizin an der Universität Exeter verbunden, den er seit 1993 leitet. Der Lehrstuhl wurde durch eine 1,5 Millionen Pfund-Spende eines Industriellen ermöglicht. Im Frühjahr 2011 soll das Institut geschlossen werden, die finanzielle Unterstützung der Hochschule läuft aus. Die Inszenierung als führendem Erforscher der Komplementär-medizin ist möglicherweise auch in diesem Zusammenhang zu sehen.
Ist Edzard Ernst die Stimme der Komplementärmedizin-Forschung in Europa?
Es gibt an etlichen Hochschulen Institute, an denen im Bereich CAM (Komplementäre und Alternative Medizin) geforscht wird. Andere Forscher äußern sich differenzierter. Klaus Linde vom Zentrum für naturheilkundliche Forschung der TU München schrieb: „Die Debatte unter den klinischen Forschern ist also nicht, ob es positive Evidenz aus placebokontrollierten Studien gibt, sondern ob diese für einen Nachweis der Wirksamkeit der Homöopathie angesichts der aus naturwissenschaftlicher Sicht geringen Plausibilität ausreicht.“ Professor Robert Jütte, Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart, bringt die Kritik in einer Rezension (FAZ, 23. Februar 2009) des Buches Gesund ohne Pillen auf den Punkt: „Auffällig ist die Ignoranz [der Autoren[ gegenüber methodischen und sachlichen Einwänden, die führende Forscher auf dem Gebiet der Komplementärmedizin gegen den selektiven Blick dieser beiden ,Experten’ haben. Konträre Ansichten werden nicht erwähnt. Ignoriert wird von den Autoren auch ein detaillierter Health Technology Assessment-Bericht zur Homöopathie im Rahmen des Schweizer Programms Evaluation Komplementärmedizin aus dem Jahre 2006. Dieser kommt zu dem Schluss, dass, es ausreichend Belege für eine präklinische Wirkung und eine klinische Wirksamkeit der Homöopathie (Evidenzgrad I und II) gibt und dass sie absolut und insbesondere im Vergleich zu konventionellen Therapien eine sichere und kostengünstige Intervention darstellt’.“
Aus »Homöopathische Nachrichten« , Mitteilungsblatt des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte, April 2010 • www.welt-der-homoeopathie.de

“There have been two great revelations in my life. The first was Bebop, the second was homeopathy.”
Dizzy Gillespie, nordamerikanischer Jazz-Musiker

„Diese Heilart ist ganz einfach und der Natur gemäß und mit 2 bis 3 Dosen werden die größten und wohltätigsten Wirkungen hervorgebracht. In Leipzig bedient man sich gegenwärtig allgemein dieser Heilart. Sie heißt homöopathische und Hahnemann ist der Gründer.“
Friedrich Wieck 1832 in einem Brief an Ludwig van Beethoven

Nitroglycerin wurde vom in Nordamerika tätigen homöopathischen Arzt Constantin Hering mit seiner im `British Journal of Homoeopathy 1849 publizierten Arzneimittelprüfung in die Therapie eingeführt unter dem Namen Glonoinum (Glycyl-Oxyde, Nitrogen, Oxygen). Es fand daraufhin  Verwendung bei der homöopathischen Behandlung von Patienten mit z.B. Hitzschlägen, Kopfschmerzen  oder Angina pectoris. Erst 1879 veröffentlichte der allopathische Arzt W. Murrell einen Artikel in `Lancet´ und erhielt 1885 dafür einen Preis; der eigentliche Entdecker, der homöopathische Arzt Constantin Hering, wurde nicht erwähnt.

„It has been stated, and we have every reason to believe truly, that fully 80% of all pneumonia cases would get well without any medical interference whatever, under proper nursing, so that any system or method of medical healing that cannot lower the death-rate to less than 20% would seem rather a menace than a blessing to pneumonia patients.

After treating 242 cases of pneumonia, of ALL types and degrees of severity, some coming directly from and others having been confirmed in the diagnosis by allopaths, with but 3 deaths, a rate of but 1,4%, we can hardly understand a fixed minimum death-rate of 25%, much less a maximum rate of 95%, in a disease as readily amenable to the proper remedy as in pneumonia. The  death-rate under the homoeopathic similimum should at no time exceed 5%, a higher rate would rather reflect on our ability.”
Drs. A and D.T. Pulford, Homoeopathic Leaders in Pneumonia, Ohio, 1928

„Leicht läßt Gesundheit sich erreichen, wenn einer Gleiches heilt mit Gleichem. Zu der Behandlung braucht man nur zwei Dutzend Fläschchen, eine Uhr und die Geduld, daß man bestimmt in jeder Stund drei Tropfen nimmt.“
Eugen Roth (deutscher Dichter)

„Viele Jäger, besonders die im höheren Gebirge, kennen sehr wohl das echt homöopathische Mittel, um in wenigen Minuten den heftigsten Durst zu stillen. Wenn sie nämlich nach einer anstrengenden Fußtour, namentlich bei schwüler Gewitterluft, triefend vor Schweiß, von einem fieberhaften, quälenden Durst ergriffen werden, welcher sich durch keinerlei Getränk besänftigen läßt: so nehmen sie ein paar kleine Körnchen Kochsalz, lassen diese auf der Zunge zergehen, und der Durst ist sofort gänzlich und dauerhaft verschwunden.“
Clemens Maria Franz Freiherr von Bönninghausen (Homöopath, Botaniker, Verwaltungsbeamter).

„…ich glaube jetzt eifriger denn je an die Lehre des wundersamen Arztes, seit dem ich die Wirkung einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde…“
Johann Wolfgang von Goethe, 1820

„1799, nach Abebben einer Pockenepidemie, bekam es Hahnemann,…mit einer Scharlachepidemie zu tun….Er beschreibt in dem Aufsatz „Heilung und Verhütung des Scharlach – Fiebers“ (1801), wie er Belladonna, sowohl zur Therapie als auch zur Prophylaxe fand. Ein 10-jähriges Mädchen hatte die ersten Symptome von Scharlach, er fand die Ähnlichkeit ihrer Symptome in Belladonna und sie war rasch gesund. Er schreibt in seinem Aufsatz: „Die übrigen fünf Geschwister wünschte ich nun sehnlichst, womöglich gänzlich frei vor Ansteckung bewahren zu können… Ich schloss: ein Mittel, was den Anfang einer Krankheit schleunig heben kann, muss ihr bestes Vorbauungsmittel sein, und in der Richtigkeit dieses Schlusses bestärkte mich folgender Vorfall. Einige Wochen vorher hatten drei Kinder einer andern Familie an einem sehr schlimmen Scharlach-Fieber danieder gelegen; nur die älteste Tochter, welche bis dahin für ein andres äußeres Übel an den Gelenken ihrer Finger Belladonna innerlich gebraucht hatte, nur diese wollte zu meiner Verwunderung an dem Fieber nicht erkranken, ungeachtet sie bei andern im Volke umhergehenden Übeln immer die erste war, die etwas davon auffing.
Dieser Vorfall bestätigte meine Idee bis zur Evidenz. Ich säumte nun nicht, den übrigen fünf Kindern jener zahlreichen Familie dieses göttliche Mittel zur Verwahrung in sehr kleiner Gabe zu reichen und dies, da die auffallende Wirkung dieser Pflanze nicht über drei volle Tage anhält, alle 72 Stunden zu wiederholen, und sie blieben sämtlich in der ganzen Epidemie und unter den giftigsten Scharlach Gerüchen ihrer noch kranken Geschwister gesund und ohne die mindesten Zufälle….Und so fielen mir noch eine Menge Gelegenheiten in die Hände, wo dieses spezifische Verwahrungsmittel nie fehl schlug.“
Aus: Dr. med. Anton Rohrer, Epidemie und Homöopathie. Nach: Verwahrung gegen Scharlach-Fieber. 1.Unansteckbarmachung, in: Kaiser, Daniel, Josef M. Schmidt: Gesammelte kleine Schriften von Samuel Hahnemann. Heidelberg 2001

„Ich höre da eben interessante Dinge, Christine. Dein Bruder erzählt mir von homöopathischen Kuren eines neuen sächsischen Veterinärdoktors, der in Leipzig seine Studien gemacht hat. Ich betone Leipzig, weil es Hochburg der Homöopathie ist. Wahre Wunderkuren…! Die Homöopathie hat so etwas Geheimnisvolles, Mystisches. Interessant genug, und in ihrer Mystik  eigentlich ein Thema für Christine.“
Schwarzkoppen lächelte. „Die Homöopathie verzichtet, soviel ich weiß, auf alles Geheimnisvolle oder gar Wunderbare. Es ist einfach eine Frage von viel oder wenig und ob man mit einem Gran soweit kommen kann wie mit einem halben Zentner.“
Theodor Fontane, „Unwiederbringlich“

“With 25.000 volumes the homeopathic literature is very rich in reports about the results obtained by homeopathy during epidemics.
Comparative Mortallity for Five Large Cities (New York, Philadelphia, Brooklyn, Newark) 1871 and 1872.
Population: 4961440.
No. of physicians: Allopaths: 4071, Homoeopaths: 810.
Average No. of deaths per physician: Allop.: 17.88, Hom.: 10.01.

Literature Review Main Findings, Results obtained by homeopathy during epidemics reveal a very important and clear constancy: namely, a very low mortality rate. This constancy remains, regardless of the physician, institution, time, place or type of epidemical disease, including diseases carrying a very high mortality rate, such as cholera, smallpox, diphteria, typhoid fever, yellow fever and pneumonia:

Cholera:
Mortality under allopathy: 19th Century: 40-60%; Modern era: 3,7%
Mortality under homeopathy: 3%

Smallpox:
Mortality under allopathy: 19th Century: 30%; Modern era (1960´s): 13%
Mortality under homeopathy: 4,9%

Diphteria:
Mortality under allopathy: 19th Century: 40%; Modern era: 5-10%
Mortality under homoepathy: 2,2%

Yellow fever:
Mortality under allopathy: 19th Century: 59%; Modern era: 15-25%
Mortality under homeopathy: 5,7%

Typhoid fever:
Mortality under allopathy: 19th Century: 18%; Modern era: 1,6%
Mortality under homeopathy: 0,8%

Pneumonia:
Mortality under allopathy: 19th Century: 30%; Modern era: 18%
Mortality under homeopathy: < 1-3%

Despite well-documented and official reports, the results obtained by homeopathy have been almost completely ignored by the scientific and medical communities, as they had occurred in a void of time and spice.
Dr. A. Saine, aus einem Vortrag im Rahmen der Debatte`Homeopathy – Quackery or A Key to the Future of Medicine?´, University of Connecticut, 2007, sowie Saine, A.:  `The Weight of Evidence. The Extraordinary Success of Homeopathy in Epidemics´ (in preparation)

„Die letzte schwere und wirklich weltweit größte Katastrophe war die Grippeepidemie 1918/1919, die `Spanische Grippe´. Stefan Winkle, Die Geißeln der Menschheit: `1918, gegen Ende des Ersten Weltkriegs, kam es zur bisher schwersten Influenzaepidemie, die mit geringen Unterbrechungen bis 1923 dauerte. Diese Pandemie erfasste 700 Millionen Menschen, 20 Millionen starben. In den wenigen Monaten des Jahres 1918 hat die Grippe mehr Opfer gefordert, als in den vier Jahren des Ersten Weltkriegs, an allen Fronten zusammengenommen, gefallen waren´….
H.A. Roberts sammelte die Daten von 30 Homöopathen in Connecticut. Es werden 6602 Grippefälle mit 55 Toten gemeldet. Das entspricht einer Mortalität von weniger als 1%. Dazu eine schöne Anekdote: H.A. Roberts, damals Schiffsarzt auf einem US-Kriegsschiff. Er behandelte an Bord 81 Grippekranke, keiner verstarb. Auf dem Nachbarschiff gab es 31 Todesfälle. Für diese vielen Toten waren zu wenig Särge an Bord. Deshalb mußte dieses Nachbarschiff an Roberts Schiff andocken, um die dort vorrätigen Särge aufzuladen. Wieder zu Hause im Heimathafen eingelaufen,  wurde Dr. Roberts von seinem Vorgesetzten befragt, ob er auch alle seine Särge verbraucht hätte wie das Nachbarschiff. Dr. Roberts gab zur Antwort: `Yes, and didn´t lose a single man.´ Er hat auch alle Särge „verbraucht“, weil er sie eben nicht brauchte, sondern herborgen konnte, da keiner der von ihm homöopathisch behandelten Soldaten verstarb.“
Aus: Dr. med. Anton Rohrer, `Epidemie und Homöopathie´

“Perhaps the most recent use of homeopathy in a major epidemic was during the Influenza Pandemic of 1918.  The Journal of the American Institute for Homeopathy, May, 1921, had a long article about the use of homeopathy in the flu epidemic.  Dr. T. A. McCann, from Dayton, Ohio, reported that 24,000 cases of flu treated allopathically had a mortality rate of 28.2% while 26,000 cases of flu treated homeopathically had a mortality rate of 1.05%.  This last figure was supported by Dean W.A. Pearson of Philadelphia (Hahnemann College) who collected 26,795 cases of flu treated with homeopathy with the above result. The most common remedy used was Gelsemium, with occasional cases needing Bryonia and Eupatorium reported….Dr. Francisco Eizayaga or Argentina, tells of a polio epidemic in Buenos Aires in 1957, where the symptoms of the epidemic resembled those of the remedy Lathyrus sativa. The homeopathic doctors and pharmacies prescribed Lathyrus 30 C as a prophylactic, and „thousands of doses“ were distributed. `Nobody registered a case of contagion.´ Eizayaga points out that in other epidemics of polio, Gelsemium was the indicated remedy– emphasizing, again, the need for individualization.”
Winston, Julian: Some history of the treatment of epidemics with Homeopathy. Hpathy Ezine – June, 2007

“One physician in a Pittsburgh hospital asked a nurse if she knew anything better than what he was doing, because he was losing many cases. „Yes, Doctor, stop aspirin and go down to a homeopathic pharmacy, and get homeopathic remedies“. The Doctor replied: „But that is homeopathy.“ „I know it, but the homeopathic doctors for whom I have nursed have not lost a single case.“–W.  F.  Edmundson, MD, Pittsburgh.“
Winston, Julian: Some history of the treatment of epidemics with Homeopathy. Hpathy Ezine – June, 2007

„Rezepte gegen Grippe: …Fleisch, Gemüse, Suppe, Butter, Brot, Obst, Kompott und Nachspeise sind während der Grippe tunlichst zu vermeiden – Homöopathen lecken am besten täglich je dreimal eine Fünf-Pfenning-Marke, bei hohem Fieber eine Zehn-Pfenning-Marke…“
Peter Panther (alias Kurt Tucholsky)

* Zitate größtenteils übernommen aus dem „kleinen kwibus“, einem hübschen, spannenden Homöopathie-Kalender von Stefan Reis und Thomas Mickler, Mühlheim/R.  – © Kwibus-Verlag

Ein paar wichtige Klärungen häufiger Missverständnisse

Eine Behandlung kann nicht helfen, wenn…

Eine Behandlung sollte helfen…

Behandlungsdauer

Behandlungskosten

Manifest zur Situation der Homöopathie

Internat. Diskussion um die Grundlagen der Homöopathie