Eine Behandlung kann nicht helfen, wenn…

…das Arzneimittel nicht homöopathisch gewählt ist – d.h. wenn keine deutliche Ähnlichkeit zwischen Patientensymptomen und Prüfungssymptomen des verabreichten Arzneimittels besteht, wenn also die Behandlung keine homöopathische ist.

Dies kann v.a. dann geschehen,

  • wenn nicht nach den Grundregeln behandelt wurde
  • wenn die Anamnese in zu kurzer Zeit und damit unvollständig erhoben wird – bei chronischen Erkrankungen sind dafür mindestens 1-3 Stunden erforderlich
  • wenn von Patientenseite unzureichende Informationen geliefert wurden
  • wenn die Therapeuten-Kenntnis über die Arzneimittel bzw. wenn die benutzte Fachliteratur nicht ausreicht
  • wenn der kranke Organismus nicht reaktionsfähig ist, z.B. weil Heilungshindernisse vorhanden sind,
  • weil die Krankheit unterhaltende, das heißt die Lebenskraft schwächende Lebensumstände nicht verändert werden
  • weil notwendige Zellstrukturen und Funktionen irreparabel zerstört sind, nicht mehr reagieren können

Oft entstehen Misserfolge einer homöopathischen Behandlung dadurch, dass Patienten die Behandlung vorzeitig abbrechen in der Annahme, („nun auch noch“) „die Homöopathie probiert“ zu haben. Tatsächlich aber wurde aus unterschiedlichen Gründen nur kein ausreichend passendes Mittel – also kein homöopathisches – gefunden.

Oft wird bei chronischen Leiden nach jahrelangen schulmedizinischen Behandlungsversuchen der Suche nach einem homöopathisch passenden Mittel oft nur wenige Wochen Zeit gegeben.

Leider kommen Patienten bisweilen nach der einmalig verabreichten Arznei zur vereinbarten Folgekonsultation, können über den Verlauf ihrer Beschwerden und Symptome kaum etwas berichten, weil sie sich nicht mehr erinnern können bzw. weil sie sich keine Aufzeichnungen über die Reaktionen ihres Organismus auf den durch das Arzneimittel gesetzten Impuls gemacht haben. So muß erneut befragt, gesucht werden; und unter erneutem zeitlichem Aufwand entstehen zudem weitere Behandlungskosten.

Die Beantwortung der Frage, wie es ihnen in den ersten Stunden und Tagen ergangen ist, welche ihrer Beschwerden und Symptome sich eventuell während dieser Zeit und in welcher Art und Weise sich diese verändert haben, ist entscheidend zur Beurteilung des Verlaufes, zur Entscheidung, ob die Einnahme des Mittels wiederholt oder die Einnahme modifiziert werden sollte, oder ob gar ein anderes Mittel sich nach einer Symptomenveränderung deutlicher zeigt.

Wird diese Frage nach der Reaktion dann nur floskelhaft mit Worten wie: „tja…eine gute Frage“, “daran kann ich mich nicht erinnern“, oder „das zu beobachten hatte ich keine Zeit“ o.ä. beantwortet, sind weitere Bemühungen leider oft vergebens.

Bisweilen ist es Schuld der Homöopathen, dass wegen eigener Ungeduld oder weil unter Druck gesetzt von Patienten zu schnell ein anderes, eventuell weniger passendes Mittel verabreicht wird, anstatt einfach noch ein paar Stunden oder Tage abzuwarten.

Gelegentlich liegt es auch in der Natur der Erkrankung, dass deren Heilungsprozess  mehr Zeit benötigt als gewünscht oder erwartet.