Ein paar wichtige Klärungen häufiger Missverständnisse

Homöopathie ist eine eigenständige, keine nur komplementäre Behandlungsmethode. Da aber die Wirkungsebene eine völlig andere ist, kann sie in vielen Fällen durchaus mit einer schulmedizinischen Behandlung kombiniert werden.

Homöopathie aktiviert körpereigene Steuerungsmechanismen, sodass eine Selbstheilung in Gang gesetzt wird. So kann prinzipiell jede Krankheit, die mit Medikamenten behandelbar ist, auch mit homöopathischen Arzneien behandelt werden; nur dort, wo Selbstheilung unmöglich ist, wird eine Grenze der Homöopathie erreicht. Daher sind Spezialisten für Homöopathie nicht Spezialisten für bestimmte Erkrankungen, sondern auch oftmals die Hausärzte ganzer Familien.

Homöopathie ist weder esoterisch, noch zwingend winzig dosiert und leider nicht stets sanft. Aber sie ist weitgehend frei von unerwünschten, v.a. schädigenden Nebenwirkungen.

Man muss nicht daran glauben, man muss auch nicht immer lange auf eine einsetzende Wirkung warten.

Patienten können einen wichtigen, den Heilungsverlauf bzw. die Behandlungsdauer deutlich verkürzenden und damit auch kostenersparenden Beitrag zur homöopathischen Behandlung leisten:
indem sie selbst und ihre Angehörigen (bei Tieren deren Halter) den Reaktions- und Heilungsverlauf beobachten und entsprechende Beobachtungen schriftlich festhalten, da derartige Angaben sehr wichtige, fast unerlässliche Informationen für die Behandlung sind.

Eine Arznei muss entsprechen individuellen Krankheitszeichen ausgewählt werden, anderenfalls ist sie nicht homöopathisch.

Homöopathie heißt Arzneiverordnung aufgrund einer speziellen Symptomenähnlichkeit von Patientensymptom und Arzneimittelsymptom.
„Arzneimittelsymptome“ sind solche, die gewonnen wurden über von Homöopathen durchgeführte Arzneimittelprüfungen, aus geheilten Fällen sowie aus der medizinischen Toxikologie; sie liegen vor und müssen jeweils studiert werden in der verlässlichen Fachliteratur.

Rein psychologische, von Behandlern theoretisierend konstruierte oder symbolische Ähnlichkeiten haben ebenso wenig mit Homöopathie zu tun wie Verordnungen aufgrund einer verallgemeinernder Krankheitsbezeichnung oder die Verordnung von Präparaten, für die zwei oder mehr Inhaltsstoffe angegeben werden.