Ein paar wichtige Klärungen häufiger Missverständnisse

Unter bestimmten Voraussetzungen (s.u.) erfolgreich wirken kann ein  homöopathisches Heilverfahren bei allen Erkrankungen, die arzneilich behandelbar sind, egal, ob aus dem Bereich von Hals-Nase-Ohren, Augen, Internistischer Medizin,  Orthopädie,    Neurologie, Psychiatrie, Kinderheilkunde, Gynäkologie, Urologie, Bronchialheilkunde, Dermatologie, Rheumatologie, Zahnheilkunde…..ob bei akuten Beschwerden oder chronischen Leiden.

Homöopathie aktiviert offenbar körpereigene Steuerungsmechanismen, sodass eine Selbstheilung initiiert wird. So kann prinzipiell jedes erkrankte Lebewesen, jede Krankheit, die mit Medikamenten behandelbar ist, auch mit homöopathischen Arzneien behandelt werden; nur dort, wo Heilung unmöglich ist (wenn Zellstrukturen und Funktionen irreparabel zerstört sind), wird eine Grenze der Homöopathie erreicht. Homöopathie ist zwangsläufig eine sogenannte ganzheitliche Behandlungsmethode, daher sind Homöopathen nicht spezialisiert auf bestimmte Erkrankungen, sondern sie sind oftmals auch die Hausärzte ganzer Familien.

Die Homöopathie ist ein eigenständiges, weltanschauungsfreies, ganzheitliches, kein nur komplementäres Heilungsverfahren. Da aber die Wirkungsebene eine völlig andere ist, kann sie in bestimmten Situationen durchaus mit einer schulmedizinischen Behandlung ergänzt werden; sinnvoll sind oft zusätzliche Physiotherapie, Diätetik, Hygienemaßnahmen, ggf. Psychotherapie.

Ausgeübt werden darf die Homöopathie in Deutschland sowohl von Heilpraktikern (amtsärztliche Überprüfung zur Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung) als auch von Ärzten (Universitätsstudium, klinische Staatsexamina, ärztliche Approbation, klinische Erfahrung und mehrjährige staatlich vorgeschriebene  Zusatzausbildung mit Prüfung vor einer Landesärztekammer), was allerdings wenig aussagt über eigentliche Homöopathie-Kenntnisse: gute und schlechte Homöopathen gibt es sowohl unter Heilpraktikern als auch unter Ärzten.

Homöopathie ist weder esoterisch, noch zwingend winzig dosiert und leider nicht stets sanft. Aber sie ist weitgehend frei von unerwünschten, v.a. von schädigenden Nebenwirkungen.

Man muss nicht daran glauben (auch all´ die erfolgreich behandelten Kleinkinder und Tiere nicht…), man muss auch nicht immer lange auf eine einsetzende Wirkung warten.

Grundlage der Homöopathie ist das Ähnlichkeitsprinzip, dass der Arzt Hahnemann (geb. 1755 in Meißen, verst. 1843 in Paris)  “similia similibus curantur“ nannte – eine Krankheit werde durch eine ähnliche Krankheit geheilt.  Homöopathie heißt Arzneiverordnung aufgrund einer spezifischen Symptomenähnlichkeit von Patientensymptom und Arzneimittelsymptom. „Arzneimittelsymptome“ sind solche, die gewonnen wurden über von Homöopathen durchgeführte Arzneimittelprüfungen an gesunden Menschen, über geheilte Fälle sowie Wissen aus der medizinischen Toxikologie. Diese liegen in der Fachliteratur vor und müssen jeweils vor der Verabreichung eines Arzneimittels studiert werden, früher über Bücher, heute meist digital am Computer. Homöopathen müssen also über eine umfangreiche Fachbibliothek verfügen und ständig diese Literatur studieren.

Eine einzelne Arznei muss entsprechend individueller Krankheitszeichen ausgewählt werden, anderenfalls ist sie nicht homöopathisch.

Welche Symptome Fertigpräparate, also Arzneimittelmischungen, in einer  Arzneimittelprüfung zeigen würden, wie sie sich bei einer Behandlung verhalten, ist nicht absehbar.  So haben Verordnungen von Fertigpräparaten, für die zwei oder mehr Inhaltsstoffe angegeben werden oder Verordnungen aufgrund einer verallgemeinernder Krankheitsbezeichnung ebenso wenig mit Homöopathie zu tun wie von Behandlern psychologisch-theoretisierend konstruierte oder symbolische Ähnlichkeiten.

Eine Behandlung kann nicht helfen, wenn…

Eine Behandlung sollte helfen…

Behandlungsdauer

Behandlungskosten

Beurteilungen, Zitate, Zahlen, humoristisches

Manifest zur Situation der Homöopathie

Internat. Diskussion um die Grundlagen der Homöopathie