Behandlungskosten

Garant für die Ausübung sogenannter klassischer Homöopathie waren über lange Jahre in der Regel nur die privatärztlichen Homöopathie-Praxen.

Mittlerweile ist der allgemein gute Ruf der Homöopathie für diverse Krankenkassen interessant geworden, es kam zu Sonderverträgen mit Kassen-Praxen, die den Titel auf dem Schild anzeigen möchten und wo nun versucht wird im zeitlich engen kassenärztlichen Rahmen Homöopathie zu praktizieren.

Homöopathie erfordert eine lange Ausbildungzeit im Anschluss an die ohnehin vieljährige ärztliche Ausbildung. Da zudem jede einzelne Behandlung an individuellen Symptomen ausgerichtet sein muss, ist somit verglichen mit anderen arzneilichen Behandlungsmethoden ein erheblich größeres Engagement erforderlich, der Verdienst ist meist völlig unangemessen gering.

Natürlich habe ich im Zusammenhang mit meiner Praxisneugründung 2013 erwogen, meinen einstmaligen Vertrag als Kassenarzt wiederzubeleben, den ich zwanzig Jahre zuvor zugunsten der Tätigkeit in unserer damals großen „Gemeinschaftspraxis Homöopathie“ (wir gründeten sie zu siebt!) aufgegeben hatte. Doch ausreichend Zeit ist unabdingbare Voraussetzung für die Symptomenerhebung in der Homöopathie! Die aber hätte ich nicht als Kassenarzt, und so werde ich auch zukünftig privatärztlich praktizieren bzw. abrechnen müssen:

Alle meine Patienten erhalten Rechnungen entsprechend der gesetzlichen (d.h. beschlossen von Bundestag/Bundesrat) Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), welche von privaten Krankenversicherungen sowie Beihilfestellen in der Regel ebenso selbstverständlich anerkannt wird wie von privaten Zusatzversicherungen der gesetzlich krankenversicherten Patienten, doch nehmen Privatpatienten bitte in Kauf, dass v.a. die sogenannten Beihilfestellen entsprechend eigener Regeln gelegentlich Teilbeträge nicht zu erstatten bereit sind und somit privat übernommen werden müssen.

Patienten, die nicht privat versichert sind, die also Beiträge zur Krankenversicherung zahlen, deren Rechnungen aber von keiner Versicherung übernommen werden, erhalten in Praxen privatärztlich liquidierender Homöopathen bisweilen Kostenermäßigungen. Entsprechend einkommensorientiert rechne auch ich mit meinen Patienten ab – fast 70 % von ihnen sind gesetzlich versichert.

Wichtige Grundlage für die Berechnungen ist mein jeweils zu leistender Zeitaufwand, somit liegt eine patientenseitige Vorbereitung auf Folgekonsultationen in Form von Aufzeichnungen über den Verlauf der Beschwerden und Symptome nach der Einnahme eines Arzneimittels auch im finanziellen Interesse von Patienten.

Die Gebührensätze der privatärztlichen GOÄ wurden übrigens, ganz anders als die kassenärztlichen Gebührensätze, seit mehr als 20 Jahren (!) nicht den allgemeinen Preissteigerungen angepasst.

Zur Einschätzung der Kosten empfehle ich mein Angebot eines unverbindlichen kostenfreien, bitte vorab terminlich zu vereinbarendem Informationsgespräches wahrzunehmen.